Neuerungen (ab Ersatzjahr 2018)

Informationen betreffend Gesetzesänderungen über die Wehrpflichtersatzabgabe (WPEG)

gültig ab 1.1.2019 (ab Ersatzjahr 2018)

1. Allgemeines

Im Rahmen der Weiterentwicklung der Armee (WEA) erfährt die Wehrpflichtersatzabgabe Änderungen.

Die Grundlage des neuen, individuellen und flexiblen Ersatzrechts ist das angepasste Ausbildungsmodell der WEA. Die Eckpfeiler dieses Ausbildungsmodells sind die neu zu leistenden 245 Diensttage für die Stufe Mannschaft und der individuelle Einstieg in das Wehrsystem über die Rekrutierung ab dem 19. Altersjahr – letztmals im 24. Altersjahr möglich. Für Angehörige der Mannschaft und Unteroffiziere dauert die Militärdienstpflicht längstens bis zum 37. Altersjahr. Das Militärgesetz sieht vor, dass jährlich zwingend ein Wiederholungskurs (WK) zu absolvieren ist.

2. Es gelten folgende Neuerungen im Ersatzrecht:

  • Die Ersatzabgabepflicht ist möglich zwischen dem 19. und längstens bis zum vollendeten 37. Altersjahr;
  • für Militärdienstuntaugliche beginnt die Ersatzpflicht im Folgejahr der Rekrutierung, sie bezahlen maximal 11 Ersatzabgaben;
  • die RS-Verschiebung führt erst zwingend zu einer Ersatzabgabe ab dem 25. Altersjahr;
  • bei den Militärdienstleistenden ist nicht mehr die persönliche Dienstverschiebung massgebend, sondern die Zahl der absolvierten bzw. nicht absolvierten Diensttage. Wer nicht das Soll gemäss Militärrecht erfüllt, wird der Ersatzpflicht unterstellt;
  • die Verjährung der Wehrpflichtersatzabgabe beginnt am Ende des Folgejahres der rechtskräftigen Verfügung der direkten Bundessteuer.

Ersatzpflichtig sind somit:

Grund der Ersatzpflicht

Beginn

Ende

Militärdienstuntaugliche und
Schutzdienstuntaugliche

Im Jahr, das auf die Rekrutierung folgt

Nach 11 Jahren

Militärdienstuntaugliche aber
Schutzdiensttaugliche

Im Jahr, das auf die Rekrutierung folgt

Nach 11 Jahren

Militärdienstpflichtige, die ihren Militärdienst nicht leisten

Im Jahr, nach dem Bestehen der Rekrutenschule, spätestens aber im 25. Altersjahr

Nach Erfüllung der Gesamtdienstleistungspflicht oder am Ende der Militärdienstpflicht

Zivildienstpflichtige, die ihren
Zivildienst nicht leisten

Im Jahr, nachdem der Zulassungsentscheid zum Zivildienst rechtskräftig geworden ist,
spätestens aber im 25. Altersjahr

Nach Erfüllung der Gesamtdienstleistungspflicht oder am Ende der Zivildienstpflicht